10. Fenster

... von einer Wangenseite zu anderen. Er lässt sich umspülen und bekommt Textur, wunderbare Traumbilder entstehen, die ich mit großem Entzücken aufnehme. Andächtig durchwandere ich alle Nuancen. Wie lässt sich solch eine Traumverkostung zum Ausdruck bringen? Im Geschmack voll Fülle und Harmonie, mit einprägsamer samtiger Note und herrlich belebend im Abgang? Warum rührt mich das zu Tränen? Ist es weil, kaum den Vorgeschmack genossen, sich die Bilder verflüchtigen, sich nicht festhalten lassen? Ist es, weil ich nicht weiß, woher der Zauber kam und wohin er verschwand? Fragen jagen durch meinen Kopf, als flüstert sie mir jemand ohne Unterlass ins Ohr. Dann verstummen sie, unbeantwortet. Ein wohliger Nachgeschmack legt sich unter die Zunge und schwingt ganz leicht nach und dann löst sich auch dieser auf.

 

Die Nase schnuppert aufnahmebereit, kein Traum soll unbemerkt vorbeiziehen, jeder ist eingeladen mich zu berauschen.

 

 

 

(petraschwiglhofer)

 

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