Aus der Stille

Meistens passierts früh morgens, oder während ich grad Yoga mach, nach innen horch und einfach gespannt bin was sich da ankündigt.
Immer kommen sie aus der Stille
: Sätze/ Gedanken, die mich berühren, mich erstaunen. Ja und dann lausch ich weiter, nimm ein Blatt Papier und schreib einfach auf, Die größte Anstrenguung dabei ist, nicht zu werten, nicht im Vorhinein abzuurteilen, was sich da so sanft und leise anschleicht, mir "zubiraunt":

 



Oanfoch Herz'n

Oftramol do isch's a Graus,

man kimmp sich selbst oanfoch net aus.

Moant es miasset sich jetzt decht guat und schian und stimmig ungspirn.

Doch die eigenen Sinne de tian oan gonz schian verwirrn:

eng und korg gor kolt kimmps do von Innen außer,
nimmt mir die Freid', den Mut, der Atem werd ollweil leiser.

Wohin soll i mi wenden,
wer oder wos kannt' jetzt Trost spenden?

Die oan welln's gor net hearn, schun gor net mit mir gspirn,

die ondern sogn: probiers amol mit meditier'n,
loslossn muasch und positiv denken!

Jo wia soll des giahn, i konn mi decht net verrenken?

Bei oll dem Gwirgs und meiner inneren Not merk i,

wos i jetzt wirklich gerne hat, war jemand, 

der mi oanfoch a bissl herzn tat

Aufnahme - Oanfoch Herz'n


 ICHIG

I fühl mi heit so ICHIG,

irgendwie soo MICHIG.

Wenn i do einigspir do in mir,
donn öffnet sich Tür für Tür.

Und so weit i kimm, do in mir drin,

wos triff i do an jedem Eck, an jedem neuen End?

An Toal von mir, den I, der Mi no net kennt.

Und jedesmol schau'n mir ins staundend un.
Ghearsch DU za MIR?  Ghear I za DIR?

Mir kreisn und lauschn und schiabn und ziagn...

monchmol loss mar ins a wia verführ'n.

Jo ! I derf mi nui gspirn, derf mein Ich nui berührn.

Schritt für Schritt kimm i mir näher,

mol gonz zart und leise,

mol holter di polter brichts auf mi ein mein neues ICH,

sogt jetzt kimm I - jetzt brauch i Weite!

Immer weiter geht die Reise

es kannt sein, i werd dabei no weise.

Aufnahme - ICHIG


HERBSTLIED

Ich wollte ein einfaches Frühlingslied  Maienwind (ungarisches Volkslied), das in der Singgruppe viel Anklang fand "herbsttauglich" machen. Da wir ja im Frühlung 2020 nicht gemeinsam singen konnten und nun uns wiedertrafen - für kurze Zeit, wie sich dann herausstellte. Ja uud da kam das dabei raus:

 

Herbstlied - canzone d`autunno

Farbenfroh die Wälder sind, leise weht der kühle Wind.

Äpfel Birnen und viel mehr - Erntezeit beschenkt uns sehr.

Meine Hände reich ich dir, singend tanzen danken wir,

ja so danken wir!

Herbstlied

Herbstlied Kanon

 

Herbstlied - canzone d`autunno

L`autunno é arrivato già, con i suoi colori.

Porta mele, pere  - che bontá - e tanti altri sapori.

Vieni dai che festeggiamo, con tutto il cuore ringraziamo.

Si! ringraziamo

Canzone d´autunno

Canzone d´autunno canone


 LOBGESANG

Manchmal da jodeln und singen wir HUJA auch bei Gottesdiensten. Einige sakrale Jodler haben wir schon selbst fabriziert (Gloria - DUI). Es fehlte uns noch ein "Loben und Preisen" ... Da fiel mir ein bäuerliches Sonntagslied ein, das ich sehr gerne singe, es inspirierte mich zu diesen Lobgesang (die erste Strophe ist von dem ursprünglichen Lied )


1. Wenn mir in der Friah vor Togs auf d'Almen giahn
Holla re i di - holla re i djo

siacht man d'wunderschiane goldne Morgenröt
Holla re i di - holla djo

wia die Sunn auferfunkelt und die Sternlein verdunkelt

sein die Vögl munter schun im gonzn Wold

und singen dass es schollt


2. Sie verkünden voller Frei'd in ihrer Sproch Holla...

was mein Herz bewegt und in die Lüfte hebt. Holla...

So viel Schianheit i do betrocht.

frog mi, wer hot denn des olls gmocht?

Und i hear die Antwort leis vom frischen Morgenwind:

lass sie zua die Kroft, bisch a ihr Kind.


3. Und so juchz und jauchz i freudig vor mi hin Holla...

spür, dass i mit Größerem verbunden bin. Holla...

Des mi tiaf und frei otmen lässt,

schenkt mir Lebensmut und Lebenskroft.

Bienen summen, Vögl singen - olls isch Klong

stimmt mit ein in Lobgesang!

Hier die Noten zu dem Lied

 


Ich frage mich

Ja, ich bin für`s Äußerste bereit!

Nehm mir alle Zeit der Welt, um zu erkennen was diese im Innersten zusammenhält.

Sind es wirklich die Gedanken?

Diese flüchtigen Begleiter, die mal liebevoll und freudig, mal gräulich-schwarz und klebrig meinen Kopf umrunden, sich mit meinen Sinnen verbinden und verbünden. Mich mal glücklich und zufrieden und dann wieder tief traurig - betrübt erscheinen lassen - einfach so wie sie das wollen -es ist nicht zu fassen?

Zieh'n mich hinein in ihren Reigen, himmelhochjauchzend am Boden zerstört, so geht's voran, so laß ich mich von ihnen treiben.

Und das solls dann gewesen sein. Im Hamsterrad vorangetrieben, manchmal gelobt, geliebt, alles verlebt, dahingeschieden, nichts ist geblieben.

Es muß ein anderes Rad sein das sich da dreht, das diese Welt im Innersten zusammenhält, darauf bedacht, dass Neues entsteht und Altes vergeht. Ist es das Zeitenrad das sich da dreht, das den einen verstört, den andern empört. Dem der sich hingibt in Frieden leben läßt, bis seine Zeit gekommen ist - er oder sie so manchen vergisst und uns dann ruhig verlässt, sich in die Lüfte hebt und woanders weiterschläft.

NEIN- auch das kanns nicht gewesen sein, nein, nein , nein - alles nur Schein - scheinbar heilig - scheinheilig eben -  dieses Leben.

Für dieses Spiel der Zeit, dafür bin ich nicht bereit.
Will meine eigenen Gedanken denken, will dass SIE mich führen, dass SIE mich lenken. Mein Hirn, mein Herz und auch mein Becken sollen sie bewegen, neue Regungen und Strebungen in mir wecken, neu meine Sinne beleben.

Es hat sich ausgetanzt im ewigen Kreis der Ahnen - will springen, hüpfen, verrücken - aufbrechen zu ungekannten BAHNEN.

Aufnahme - Ich frage mich


 


EGOverirrungen - EGOverirrungen

JA - lauf du doch mal so egolos herum, halb besoffen ohne Ecken und Kanten - die anderen glauben du wärst dumm.

Nichts bleibt an mir hängen, zu nichts kann ich mich bekennen, bin einfach nur da und nimm wahr und im Grunde ist eh alles klar. - alles nur ein Spiel, ein Spiel ohne End und Ziel. Kannst du da noch irgendetwas benennen, erkennen, erfassen, kannst du da noch wollen, greifen, verlangen, bangen, sehnen.
Wie ist das mit all dem Streben, mit all dem Begehren?
Hat das noch alles irgendeinen Zweck oder muß es einfach nur weg - weggeatmet, weggedacht, weggefühlt werden.
Wozu dann der ganze Tochuwabochu,  um am Ende zu erkennen, dass ihn niemand braucht, alles nur Schall und Rauch?
Nichts davon hat Bestand, ja soll es ja auch nicht tun, denn das Ego das soll ruhn, soll sich an nichts mehr hängen, nichts sein Eigen nennen, würd mich ja sonst gleich verrennen. Was treibt mich also an? Was lässt mich weitergehn?
Was kann ich tun auf Erden, um zu erkennen was die Welt im Innersten zusammenhält? Was kann ich tun auf Erden, um dann, wenns Zeit ist, in Freuden zu sterben?
Zur Zeit scheint sich alles aufzulösen was diese Welt NICHT im Innersten zusammenhält. Und jener Weltenklebstoff, jene unsichtbare Kraft ist nicht ein Teil von mir, wenn überhaupt, dann bin ich ein Teil von ihr!
So taumle ich verwirrt und verirrt im EGOlosen Raum und erkenn all das andre war und ist nur ein TRAUM

Aufnahmen EGOverwirrungen